DAAD-Kompetenzzentrum
Internationale Wissenschaftskooperationen (KIWi)

KIWi Connect-Reihe:
„Dual-Use in inter­nationalen Wissenschafts­koopera­tionen“

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KIWi Connect IV

Der Datentransfer in internationalen Wissenschaftskooperationen: Standard Contract Clauses und Praxisfragen mit Blick auf China

Donnerstag, den 22. Januar 2026, 14:00-16:00 Uhr MEZ, Online

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Due-Diligence-Prozesse in personenbezogenen Prüfverfahren:
Iran und Russland im Fokus

KIWi Connect IV – Moderation & Impulse

Moderation/Impulse

© DAAD/Pankau

Dr. Julia Linder

Referentin für Risiko und Sicherheit im KIWi

Julia Linder ist Referentin im KIWi für das Themen­feld Risiko und Sicherheit. Sie berät seit fünf Jahren zu wissenschafts­­spezifischen Risiko­­faktoren in inter­­nationalen Hochschul­­kooperationen sowie zu kriterien­­geleiteter Zusammen­­arbeit in heraus­­fordernden Kontexten. Ihr Fokus liegt hierbei auf praxis­nahen Sensibilisierungs- und Beratungs­formaten für unterschiedliche Akteurs­­gruppen in deutschen Hoch­schulen. Zuvor war sie über mehrere Jahre als wissen­schaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bonn sowie sie als Referentin für die Bundeswehr tätig.
© DAAD/Ambika Singh

Ben Brisch

Leiter des Bereichs S2 – Wissen und Netzwerk, DAAD

Benedikt Brisch ist zuständig für den Bereich Wissen und Netzwerk in der DAAD-Strategieabteilung, zu der auch das Zentrum für Internationale Wissenschaftliche Zusammenarbeit (KIWi) gehört. Zuvor war er von 2019 bis 2024 Leiter der DAAD-Außenstelle in New York und Direktor des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses (DWIH) New York. Benedikt Brisch studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und der Universität St. Petersburg, Russland. Von 2000 bis 2004 war er stellvertretender Leiter der DAAD-Außenstelle Moskau und nach seiner Rückkehr in die DAAD-Zentrale in Bonn von 2004 bis 2009 verantwortlich für das neu gegründete Referat Zentralasien und Südkaukasus. Von 2009 bis 2015 arbeitete er als Gruppenleiter Osteuropa und von 2015 bis 2019 als Bereichsleiter Stipendien Nord für Europa und Nordamerika im DAAD.

Impulse

© FZJ

Alexander Storm

Forschungszentrum Jülich GmbH

Alexander Storm ist seit März 2020 im Forschungs­zentrum Jülich in der Rechtsabteilung tätig. Als Syndikus­rechtsanwalt ist er hauptsächlich zuständig für Personen­prüfungen im AWR-Bereich sowie für Software­vertragsrecht und AI Act Compliance.
© DAAD/Lannert​

Dr. Christian Hülshörster

Leiter des Bereichs ST3 – Stipendienprogramme Süd, DAAD

Dr. Christian Hülshörster zeichnet im DAAD aktuell als Bereichs­leiter für die Stipendien­programme der südlichen Hemis­phäre verantwortlich. Arbeits­schwer­punkte in den vergangenen Jahren waren vor allem der Nahe und Mittlere Osten, insbesondere der Iran, Irak und Afghanistan. Christian Hülshörster hat in den Jahren 2005-2010 die Außen­stelle Kairo geleitet und kennt die Region aus vielen Dienst­reisen.

© DHBW

Prof. Dr. iur. Darius O. Schindler, MBA

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Darius Schindler ist seit 2010 Professor für Wirtschaftsrecht an der DH Baden-Württem­berg und seit 2014 deren Justiziar. Er leitet das Center for International Trade and Export Control (C|iT|EX). Von 2003 bis 2019 war er als selbständiger Rechts­anwalt im inter­nationalen Handel tätig. Zuvor studierte er Rechts­wissen­schaften an den Universitäten Heidelberg und Krakau (UJ), Europa­recht an der Deutschen Hochschule für Verwaltungs­wissenschaften (DHV) in Speyer und absolvierte den Lehrgang International business and trade an der Columbus School of Law, Washington D.C. Er promovierte an der Universität Heidelberg bei Professor Dr. iur. Dr. h.c. mult. Peter Hommelhoff und war Stipendiat des Europäischen Graduierten­kollegs der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG).
© Frankfurt UAS/B.Bieber

Adam Lipski

Frankfurt University of Applied Sciences

Adam Lipski ist als Chief Compliance Officer International verantwortlich für die Entwicklung eines Compliance-Systems für die internationale akademische Zusammenarbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Zusätzlich zu dieser Funktion ist er einer der Sicherheitsmanager für die globale Mobilität an der Hochschule, wo er mit der Durchführung von Risikoanalysen und der Verwaltung von Krisenreaktionsmaßnahmen betraut ist. Er fungiert auch als Verbindungsperson zur Association of University Chief Security Officers. Sein akademischer Hintergrund umfasst Aufenthalte in den Vereinigten Staaten, Deutschland und Japan. Vor seiner akademischen Laufbahn diente er in der Bundeswehr.
KIWi Connect III

KIWi Connect III

Due-Diligence-Prozesse in personenbezogenen Prüfverfahren:
Iran und Russland im Fokus

Im Rahmen des KIWi Connect wurden die personenbezogenen Auswirkungen des Themas Dual-Use auf Gastwissen­schaftlerinnen und Gast­wissenschaftler im Kontext formeller und informeller Prozesse und Strukturen betrachtet. Die Thematik wurde an Beispielen von personen­bezogenen Prüfverfahren und Due-Diligence-Prüfungen mit Blick auf Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftler aus Iran und Russland konkretisiert.

Nach einem eröffnenden Impuls durch unsere Moderatorin Dr. Julia Linder führte Alexander Storm, Syndikusrechtsanwalt am Forschungszentrum Jülich, praxisnah in die Anforderungen an Due-Diligence-Prozesse in Bezug auf personen­bezogene Prüf­verfahren ein. Im Anschluss sensibilisierte Henning Voß vom Landesverfassungsschutz NRW für die Bedeutung präventiver Spionageabwehr im Rahmen von Wissenschafts­kooperationen und verwies auf entsprechende Risikofaktoren und Zuständigkeiten in sensiblen Forschungsfeldern.

Schwerpunkte bildeten die Schwierig­keit der Abgrenzung unterschiedlicher Verantwortungs­bereiche einerseits (was prüfte eine hiesige Institution; welche Stellen der Hochschule waren dabei involviert; wann/in welchen Fällen wurde an übergeordnete Instanzen, wie an das Auswärtige Amt oder den Verfassungsschutz, übergeben) sowie das Spannungsfeld fachwissen­schaftlicher und exportkontrollrechtlicher Einschätzungen zum potenziellen Anwendungs­grad eines Projektes andererseits.

Im Anschluss an eine Plenums­phase wurden die Themen­felder in zwei regional­spezifischen Breakout-Sessions an Projekt­beispielen mit Beteiligung von Gastwissen­schaftlerinnen und Gastwissen­schaftlern aus Russland und Iran vertieft. Während im Raum Russland Benedikt Brisch, Leiter des Bereichs S2 – Wissen und Netzwerk im DAAD, und Alexander Storm vom FZ Jülich angeregte Diskussionen anhand anschaulicher Beispiele anstießen, teilten im Raum Iran Dr. Christian Hülshörster, Leiter des Bereichs ST3 – Stipendienprogramme Süd im DAAD, Prof. Dr. Darius Schindler von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Adam Lipski von der Frankfurt University of Applied Sciences ihre Expertise zu personenbezogenen Prüfverfahren in Bezug auf den Iran und standen den Teilnehmenden für Rückfragen zur Verfügung.

Hierbei standen folgende Fragen im Fokus:

  • Welche Implikationen konnten Fragen von Dual-Use auf die Gewinnung von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern ebenso wie für individuelle Forschende haben?
 
  • Wie konnte man einrichtungsinterne Prüfverfahren aufsetzen? Welche Punkte waren zu beachten?
 
  • Wie gestaltete sich die Einbindung einer Due-Diligence-Prüfung in ein Internal-Compliance-System?
 
  • Wer hatte welche Sorgfaltspflichten und in welchem Umfang musste geprüft werden?

Unterlagen zum KIWi Connect II​I​

KIWi Connect III

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KIWi Connect II

KIWi Connect II

„Hochschulperspektiven aus den Nieder­landen, Österreich und der Schweiz“

Das zweite KIWi Connect richtete den Fokus auf Dual-Use in den europäischen Nachbarländern, da das Thema auch dort zunehmend an Relevanz gewinnt und europäische Hochschulen unterschiedliche Herangehensweisen an die Thematik haben.

Die aktuellen geopolitischen Spannungen und der steigende Bedarf an militärischen Technologien verdeutlichen, wie dringlich eine grenzüberschreitende Auseinandersetzung mit Dual-Use ist. Auch die EU-Kommission hat mit ihrem aktuellen Weißbuch die Debatte im Jahr 2024 neu angestoßen.

Im Mittelpunkt des KIWi Connect II standen die Niederlande, Österreich und die Schweiz. In diesen Ländern werden verschiedene Strategien zur Definition und Auslegung von Dual-Use in internationalen Forschungskooperationen angewandt. Sie gehören zu den wichtigsten Partnerländern Deutschlands bei akademischen Kooperationen und können wegweisende Konzepte zur Information, Beratung und Schulung von Hochschulmitgliedern vorweisen.

Zu Beginn begrüßten wir Professorin Veronika Wittmann von der Johannes Kepler Universität Linz, die uns mit einer übergeordneten europäischen Perspektive auf Science Diplomacy und Dual-Use-Verantwortung einen inspirierenden Einstieg bot.

Anschließend präsentierte der National Contact Point for Knowledge Security (Loket Kennisveiligheid) den niederländischen Ansatz zur Wissenssicherheit, der vom Prinzip „As open as possible, as closed as necessary“ geleitet wird.

Die anschließenden Vorträge richteten den Fokus auf die praktische Umsetzung und die spezifischen Herausforderungen im Umgang mit Dual-Use in der Schweiz und in Österreich:

Silvia Nast gab Einblicke in die Exportkontrollverfahren der ETH Zürich und arbeitete dabei die Unterschiede zu Deutschland heraus.

Zum Abschluss beleuchtete Professor Matthias C. Kettemann von der Universität Innsbruck die rechtsphilosophische Dimension des Umgangs österreichischer Hochschulen mit Dual-Use, insbesondere im Kontext der Quantenforschung.

Unter anderem wurden folgende Fragestellungen erörtert:

    • Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verständnis und der Auslegung zum Thema Dual-Use sind in den europäischen Nachbarländern zu finden.

 

    • Welche Relevanz haben nationale Strategien gegenüber z. B. EU-Regelungen?

 

    • Welche Ansätze verfolgen Hochschulen in den europäischen Nachbarländern im Bereich der Compliance?

 

  • Inwiefern sind diese Ansätze von Relevanz für die Ausgestaltung von internationalen Kooperationen deutscher Hochschulen und wie unterscheiden sie sich von der deutschen Diskussion zum Umgang mit Dual-Use?

Unterlagen zum KIWi Connect II​

KIWi Connect II

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KIWi Connect I

KIWi Connect I

„Praxisorientierte Einführung in Fragen der Exportkontrolle“

Anknüpfend an die KIWi-Veranstaltungsreihe 2023 bildete dieses KIWi Connect den Auftakt der Reihe 2024–2025 und bot eine praxisorientierte Einführung ins Thema.

Nach einer Einführung in die Grundlagen des Handbuches Export­kontrolle und Academia durch Volker Anders vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gab Katharina Schrüfer von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) einen Einblick in interne Compliance-Strukturen und personenbezogene Prüfverfahren. Abschließend vermittelte Dr. Marcus Conlé vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) anschaulich praktische Ansätze der Exportkontrolle und die unterschiedlichen Dimensionen des Dual-Use Begriffes.

Dabei standen die folgenden Fragen im Fokus:
 
  • An welchem Punkt kommen das BAFA oder andere Behörden mit ins Spiel? Wie gestalten sich Übergabeprozesse an das BAFA? Wie können Schnittstellen bestimmt und Übergänge erleichtert werden?

  • Wie können rechtliche Rahmenbedingungen in internationalen Wissenschaftskooperationen praktikabel umgesetzt werden – wie kann an Hochschulen bspw. ein Prüfverfahren für Gastwissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler aus Drittstaaten implementiert werden? Was ist dabei zu berücksichtigen und welche Herausforderungen können sich ergeben?

  • Welche Implikationen haben ethische und hochschulstrategische Erwägungen für die verantwortungsvolle Gestaltung von Wissenschaftskooperationen? Welche Herausforderungen können sich daraus ergeben? Und mit welchen Maßnahmen und Unterstützungsleistungen könnte diesen begegnet werden?

  • Lassen sich Verantwortungsbereiche auf institutioneller und individueller Ebene identifizieren? Und wenn ja, wie lassen sich diese voneinander abgrenzen?

Unterlagen zum KIWi Connect I

KIWi Connect I

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Teilnahme

Bei Bedarf können Sie über diesen Link erneut auf die Registrierungsseite gelangen.

KIWi Connect II

Individuelle Verantwortung auf Wissenschafts- und Forschungsebene: Ausgewählte Regionalbeispiele

Mittwoch, den 10. Mai 2023 von 10.30 - 13.00 Uhr

Im zweiten KIWi Connect werden die personenbezogenen Auswirkungen des Themas Dual-Use auf Gastwissenschaftlerinnen, Gastwissenschaftler und Forschende im Kontext formeller und informeller Prozesse und Strukturen in den Blick genommen. Die Thematik wird an Beispielen deutscher Forschung mit Nordkorea, mit China und mit dem Iran illustriert. 

 

Schwerpunkte hierbei bilden die Schwierigkeit der Abgrenzung unterschiedlicher Verantwortungsbereiche einerseits sowie das Spannungsfeld fachwissenschaftlicher und exportkontrollrechtlicher Einschätzungen zum potenziellen Anwendungsgrad eines Projektes andererseits. Im Anschluss an eine Plenumsphase werden die Themenfelder in zwei regionalspezifischen Breakoutsessions an den Beispielen von Forschung mit China und Iran vertieft. Hierbei stehen die folgenden Fragen im Fokus: 

 

Welche Implikationen können Fragen von Dual-Use und Foreign Interference auf die Gewinnung von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern ebenso wie für individuelle Forschende haben? Wie kann man einrichtungsinterne Screeningverfahren aufsetzen? Welche Punkte sind zu beachten?